28/02/2009

AN TAGEN WIE DIESEN

An Tagen wie diesen, da möchte man mitten auf der Straße, mitten im Menschenstrom, stehen bleiben und rempeln. Schütteln und rütteln. Aufwecken. Verdammt nochmal! schreien, warum vergessen und verdrängen wir? Am liebsten jemandem eine scheuern, die Wut aufkochen lassen, innerlich brodeln und doch resignieren. Die Luft ist raus.

Es ist immer das Gleiche: Ein Unrecht, ein Krieg geschieht. Die Zahlen und Bilder richten die Härchen auf den Armen auf. Kaum ist der anfängliche Schock überwunden, senken sich die Härchen wieder und der Krieg wird zum Alltag.

Ich will nicht, dass sich meine Härchen senken, nicht an den Krieg gewöhnen, nicht resignieren.

Julia Deeg erinnert. Sie ist im Westjordanland und unterstützt dort den friedlichen Widerstand gegen die israelische Besatzung. Einige ihrer Briefe wurden nun im Freitag veröffentlicht. Unbedingt lesen.

Wir erinnern uns doch an den Krieg, oder?
Und die Sonne lacht so schadenfroh.

Bildcredit: Jeremyville

2 fremdwoerter:

  1. Da fällt mir der Song von Fettes Brot ein, welches ich sehr passend zu deinem Eintrag finde, vielleicht hattest du auch daran gedacht...und live hört sich das eh viel besser an ;)

    http://www.youtube.com/watch?v=1tw3IJh4Wc0

    peace (:-)

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  2. Genau, gut geschlossen. Der Song war gemeint. :) Das Video kannte ich übrigens nicht. Sehr eindrucksvoll!

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