
Hamburger Demonstration gegen den Krieg im Gaza: Samstag, den 17.01. um 14 Uhr am Hachmannplatz/Hauptbahnhof
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Gestern Abend hängten Atika und ich einige dieser Plakate an der Uni auf. Da kam ein Mädchen, das wir nicht kannten, und fragte, ob wir nicht Israel am Samstag unterstützen wollten. Wir sagten, wir wollen ein Ende des Krieges und solidarisieren uns mit der palästinensischen Bevölkerung. Da fing sie plötzlich an heftig zu diskutieren - sie war Israelin wie sich herausstellte. Während sie weiter diskutierte, hängten wir weiter Plakate auf - schließlich drehte ich mich zu ihr um und sagte: "Israels Verhalten ist unverhältnismäßig." Da ihr Deutsch nicht so gut war, fragte sie ihre Freundin, was unverhältnismäßig bedeutet - die übersetzte das aber mit unfair, woraufhin das Mädchen - ja - zu schreien anfing. Krieg sei IMMER unfair. Mir fiel es immer schwerer ruhig zu bleiben (Atika ist eine Weltmeisterin darin!) und sagte: "Unverhältnismäßig means unproportional. And if you were more calm and less aggressive, we could maybe unite and work for peace." Sie schaute mich an, schrie Unverständliches und lief ihren Freundinnen hinterher, die schon lange weg waren.
Ich war baff. Auf Reisen in den USA oder England hatte ich mich ab und zu mal mit Israelis unterhalten - ganz normal eben. Doch dieses Mädchen hat mich furchtbar erschrocken. Einer so unvermittelt aggressiv angreifenden Person bin ich selten begegnet. Einem wird immer weiss gemacht, diese Personen gebe es nur auf der palästinensischen/muslimischen Seite. Doch es gibt sie auf beiden Seiten.
Meine Hoffnung auf Frieden leidet.
Nachtrag:
Ich glaube, was mich erschrocken hat, ist nicht die Erkenntnis, dass es auf beiden Seiten Radikale gibt. Das war mir eigentlich klar. Was mich erschrocken hat, ist, dass plötzlich derartige Feindseligkeiten entstehen können. Dass mich ein wildfremdes Mädchen auf offener Straße angreift. Denn unter anderen Umständen wären wir vielleicht sogar Freunde geworden.
Svenja Kleinschmidt, eine in Israel lebende Journalistin, schreibt in der ZEIT genau von diesem Phänomen. Bitte lesen.
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Gestern Abend hängten Atika und ich einige dieser Plakate an der Uni auf. Da kam ein Mädchen, das wir nicht kannten, und fragte, ob wir nicht Israel am Samstag unterstützen wollten. Wir sagten, wir wollen ein Ende des Krieges und solidarisieren uns mit der palästinensischen Bevölkerung. Da fing sie plötzlich an heftig zu diskutieren - sie war Israelin wie sich herausstellte. Während sie weiter diskutierte, hängten wir weiter Plakate auf - schließlich drehte ich mich zu ihr um und sagte: "Israels Verhalten ist unverhältnismäßig." Da ihr Deutsch nicht so gut war, fragte sie ihre Freundin, was unverhältnismäßig bedeutet - die übersetzte das aber mit unfair, woraufhin das Mädchen - ja - zu schreien anfing. Krieg sei IMMER unfair. Mir fiel es immer schwerer ruhig zu bleiben (Atika ist eine Weltmeisterin darin!) und sagte: "Unverhältnismäßig means unproportional. And if you were more calm and less aggressive, we could maybe unite and work for peace." Sie schaute mich an, schrie Unverständliches und lief ihren Freundinnen hinterher, die schon lange weg waren.
Ich war baff. Auf Reisen in den USA oder England hatte ich mich ab und zu mal mit Israelis unterhalten - ganz normal eben. Doch dieses Mädchen hat mich furchtbar erschrocken. Einer so unvermittelt aggressiv angreifenden Person bin ich selten begegnet. Einem wird immer weiss gemacht, diese Personen gebe es nur auf der palästinensischen/muslimischen Seite. Doch es gibt sie auf beiden Seiten.
Meine Hoffnung auf Frieden leidet.
Nachtrag:
Ich glaube, was mich erschrocken hat, ist nicht die Erkenntnis, dass es auf beiden Seiten Radikale gibt. Das war mir eigentlich klar. Was mich erschrocken hat, ist, dass plötzlich derartige Feindseligkeiten entstehen können. Dass mich ein wildfremdes Mädchen auf offener Straße angreift. Denn unter anderen Umständen wären wir vielleicht sogar Freunde geworden.
Svenja Kleinschmidt, eine in Israel lebende Journalistin, schreibt in der ZEIT genau von diesem Phänomen. Bitte lesen.
Mach dir nichts draus, sowas passiert.
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